Bildung von platon über humboldt bis heute

Zu Recht meinte der bekannte Mathematiker und Philosoph Whitehead (1929, Teil II, Kapitel 1, Abschnitt 1, Seite 91), dass die europäische Philosophie „aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon besteht“.

Platon selbst verbreitete sich in erster Linie ethisch, wissenschaftstheoretisch und politisch. Seine Schule, die berühmte Athener „Akademie“, setzte sein Werk fort und vertiefte es. An seinem Idealismus arbeitet sich auch sein Gegenpart, der Materialismus, bis heute ab. Über Augustinus, der den Platonismus „taufte“, fand der griechische Idealismus seinen Eingang in das Christentum. 

Schon das Bildungswesen der Antike war privat. Darauf folgten im Mittelalter die Klosterschulen und seit der Renaissance die sogenannten Lateinschulen. Bildungsbeflissene besuchten sie bis etwa zum 16. Lebensjahr, woran sich die Universität anschloss. Hier begann das Studium an der Artistenfakultät in den Sieben Freien Künsten (Septem Artes Liberales). Diese waren gegliedert in Grammatik, Rhetorik und Dialektik bzw. Logik, abgeschlossen mit dem Baccalaureat, und Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik, abgeschlossen mit dem Magisterium. Darauf folgte das Studium an einer der drei „höheren Fakultäten“ (Theologie, Jurisprudenz, Medizin).

Diesen hoch interessanten Artikel fertig lesen:

© 2017 Freiheitlicher Österreichischer Lehrerverband