Politische Ideengeschichte soll mittels geschönter Hommage gelehrt werden

Wien (OTS) - „Anstatt die Entstehung politischer Theorien im Unterricht zu behandeln, empfiehlt das Bildungsministerium dies via Kinovorführung zu tun“, stellte heute der freiheitliche Bildungssprecher NAbg. Wendelin Mölzer in Hinblick auf eine Aussendung des Bildungsministeriums fest, wonach eine Empfehlung ausgesprochen wird, den Film „Der junge Karl Marx“ mit Schülern ab der 7. Schulstufe zu besuchen.

Die Verwendung von Filmen und Büchern im Unterricht kann bei Schülern Querverbindungen zum gelernten Unterrichtsstoff herstellen beziehungsweise diesen festigen. Die dafür ausgewählten Werke müssen laut Mölzer jedoch objektiv und wahrheitsgetreu gestaltet sein. „Das politische Interesse von Schülern mittels Filmmaterial zu wecken, ist wohl eine praktikable Unterrichtsmethode. Dies allerdings mit Hilfe einer geschönten Hommage an Karl Marx zu tun, ist wohl kaum die richtige Weise, um ihnen objektiv die Wurzeln einer politischen Idee zu vermitteln“, so Mölzer, der diesbezüglich eine parlamentarische Anfrage an das Bildungsministerium einbringt, um die Hintergründe für die Empfehlung des Films zu erfahren

Wien (OTS) - „Ein beinahe unüberschaubares Angebot an Informationsbroschüren zum Thema Migration und Schule ist das Ergebnis der angeblichen Bemühungen des Bildungsministeriums, die schulischen Herausforderungen, die mit dem Zustrom einer Vielzahl von Migrantenkindern aufkamen, zu bewerkstelligen“, hielt FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Wendelin Mölzer fest. Derartige Publikationen sollen dem Lehrpersonal als Unterstützung bei der Zusammenarbeit im schulischen Verband dienen. "Die Höhe der Kosten für diese Informationsbroschüren in den unterschiedlichsten Sprachen sind nicht ersichtlich", so Mölzer, der diesbezüglich auf das Fehlen der Kostentransparenz verwies, welche die Bundesregierung gegenüber allen anderen Stellen mit Nachdruck einfordere. Eine parlamentarische Anfrage Mölzers soll nun eine konkrete Kostenaufstellung der Informationsbroschüren erwirken.

„Dass durch den Zuzug nicht-deutschsprachiger Kinder neue Herausforderungen für Lehrpersonal und Schüler entstehen und diese nach Kräften unterstützt werden müssen, steht hier nicht zur Diskussion. Zu hinterfragen ist allerdings die Art und Weise, wie und mit welchen finanziellen Mitteln dies zu gewährleisten ist“, sagte Mölzer und verwies in diesem Zusammenhang auf die Forderungen der Freiheitlichen hinsichtlich eines Stopps der unkontrollierten Zuwanderungspolitik.

Wien (OTS) - „Die Begutachtung des Entwurfs zur Reform der Schulautonomie wird zeigen, wie unausgereift die Vorschläge seitens des Bildungsministeriums nach wie vor sind“, sagte heute der FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Wendelin Mölzer, der vor allem in der angedachten Änderung der Autonomie unklare Verhältnisse erkennt, die lediglich als Strukturreform gewertet werden können.

Die Begutachtung des Pakets soll laut Aussagen der Lehrergewerkschaft als Grundlage für weitere Verhandlungen dienen, um in weiterer Folge eine sozialpartnerschaftliche Einigung zu erzielen. „Die fehlende Zustimmung der Lehrergewerkschaft zum vorliegenden Entwurf ist ein weiteres Indiz dafür, dass inhaltlich nach wie vor Korrekturen vorgenommen werden müssen“, so Mölzer, für den vor allem die beschränkte Mitsprachemöglichkeit vonseiten der Schüler- und Elternvertreter einen wichtigen Kritikpunkt am Paket darstellt.

„Seitens der Freiheitlichen wird man den Inhalt des Reformpakets dahingehend prüfen, dass man vor allem auf die Rücksichtnahme der Vorstellungen von Eltern- und Schülerschaft achtgeben wird“, kündigte Mölzer an.

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Utl.: Hochtrabende Formulierungen laden zu unberechtigter Euphorie

ein und täuschen über die wahren Probleme hinweg =

Wien (OTS) - „Die kolportierten Vorschläge einer Bildungsreform sind nichts weiter als ein rhetorisch schön verpacktes Paket, das mit dem Schlagwort ‚Autonomie‘ über die wahren Probleme des Schulalltags hinwegzutäuschen“ versucht, so heute der freiheitliche Bildungssprecher NAbg. Wendelin Mölzer.

Den aktuellen Vorschlägen nach, sollen Schulen bzw. deren Direktoren künftig mehr Autonomie zukommen, wohingegen die Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter in ihrer Handlungsfähigkeiten beschränkt werden, was laut Mölzer als „Bündelung politischer Macht in Händen des Direktors“ zu bewerten ist. „Selbst wenn dieser erweiterte Handlungsspielraum der Direktionen, der für die jeweiligen Schulstandorte entstehen soll, die Bedürfnisse der Region und das Bildungsangebot widerspiegeln, so ist darin kein Autonomiepaket, sondern lediglich ein Sparpaket zu erkennen“, warnt Mölzer, für den wahre Autonomie einzig im Zusammenspiel finanzieller, personeller und auch pädagogischer Gegebenheiten als solche zu bewerten wäre.

Ein weiterer Kritikpunkt für Mölzer ist die damit einhergehende Politisierung von Direktorenposten, die künftig ohne Kontrolle und Mitspracherecht durch Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter eine Möglichkeit darstellen, politische Vorstellungen selbstständig durchzusetzen. Seitens der Lehrergewerkschaft wird neben dem Wegfall eines Mitspracherechts der Schulpartner vor allem das Dienst- und Besoldungsrecht kritisiert, das für Mölzer einen weiteren Beweis dafür darstellt, „dass es sich beim vorliegenden Vorschlag um einen gänzlich unausgereiften Entwurf handelt, der nicht in die Gänge zu kommen scheint und bereits unter der inzwischen gescheiterten Ministerin Heinisch-Hosek präsentiert wurde.“

„Gänzlich außer Acht lässt der Entwurf die tatsächlichen Probleme im Schulalltag, die vor allem in der fehlenden Kompetenz von Sprache und wichtigen Grundkenntnissen der Hauptgegenstände gründen“. Abschließend weist der FPÖ-Bildungssprecher daraufhin, dass utopische Vorstellungen selten den angedachten Erfolg nach sich ziehen und die kolportieren Vorschläge eine Einführung der Gesamtschule durch die Hintertür mit Beihilfe der ÖVP vorantreiben würde.

Wien (OTS) - „Wie schon mehrfach aufgezeigt wird dieses Schulautonomiepaket keinerlei Verbesserungen in der Schulverwaltung bringen, sondern ganz im Gegenteil zu einem weiteren Kompetenzwirrwar führen“, kommentierte FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Wendelin Mölzer den Auftritt von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid in der Radioreihe im „Journal zu Gast“.

„Nicht alleine der Widerstand der Lehrergewerkschaft wird dazu führen, dass dieses Paket im besten Fall mit ideologisch motivierten Grünen ihre gerade noch 2/3 Mehrheit im Nationalrat finden wird. Die Freiheitlichen werden diesem ‚Reförmchen‘ auf keinen Fall zustimmen, zumal einmal mehr die Kernprobleme im Bildungswesen nicht aufgegriffen werden“, betonte Mölzer. Die einzige Neuerung in diesem Paket seien die sogenannten Schulcluster, doch auch hier sei durch ein Kompetenzwirrwar eine rasche Umsetzung nicht zu erwarten, so Mölzer. „Wenn die Ministerin dabei auf die Rettung von Kleinstschulen hofft, ist das zwar absolut positiv, kommt jedoch für zahlreiche kleine Schulen im ländlichen Raum, die bereits geschlossen sind zu spät“, so Mölzer.

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